In diesem Artikel 10
- Zuerst: wie das funktioniert, was du erreichen willst
- 1. Lass rein, wer dich lesen soll
- 2. Prüf, ob du für Suchmaschinen existierst
- 3. Veröffentliche die Seiten, die beantworten, was gefragt wird
- 4. Sei überall dasselbe Unternehmen
- 5. Komm in den Quellen vor, die die KI schon zitiert
- 6. Kümmere dich darum, was andere Websites über dich sagen
- 7. Vorher messen, ändern, nachher messen
- Was du nicht brauchst
- Die Liste mit 20 Prüfpunkten
Kurze Antwort
Niemand kann garantieren, dass ChatGPT dein Unternehmen nennt, und wer es verspricht, verkauft dir etwas anderes. Was du tun kannst: alles entfernen, was die KI daran hindert, dich zu finden, und alles ergänzen, was ihr hilft, dich zu verstehen und zu zitieren. Also die Crawler der KI-Suche hereinlassen, eine indexierte Website haben, die in einem Satz sagt, was du machst und für wen, die Seiten veröffentlichen, die Kauffragen beantworten (Preise, Vergleiche, häufige Fragen), überall dieselben Angaben pflegen und mit echter Identität in den Quellen vorkommen, die die KI schon zitiert. Danach misst du mit denselben Fragen und siehst, was sich ändert.
Zuerst: wie das funktioniert, was du erreichen willst
Wenn jemand ChatGPT fragt: „Welche Online-Steuerberatung empfiehlst du mir als Selbstständiger?“, kann zweierlei passieren. Antwortet das Modell mit dem, was es im Training gelernt hat, hängt deine Präsenz davon ab, was zum Zeitpunkt des Trainings im Netz stand. Sucht das Modell vor der Antwort im Web (ChatGPT mit Suche, Perplexity, Gemini, AI Overviews), hängt deine Präsenz davon ab, ob deine Seiten und die Seiten, die über dich sprechen, jetzt crawlbar, klar und für diese Frage relevant sind.
Am zweiten Weg kannst du arbeiten. Deshalb sieht fast alles, was folgt, nach guter Website-Arbeit aus: nicht, weil GEO nur SEO mit anderem Namen wäre, sondern weil KI mit Suche Dokumente abruft, bevor sie eine Antwort erzeugt, und nur zitieren kann, was sie abgerufen hat.
1. Lass rein, wer dich lesen soll
OpenAI nutzt verschiedene Crawler für verschiedene Zwecke. OAI-SearchBot indexiert Inhalte für die ChatGPT-Suche; GPTBot wird zum Training von Modellen eingesetzt. Jede öffentliche Website kann in der ChatGPT-Suche erscheinen, aber wenn du OAI-SearchBot in der robots.txt blockierst, kann die ChatGPT-Suche dich weder entdecken noch zitieren. Du kannst den einen erlauben und den anderen blockieren: Das sind getrennte Entscheidungen.
Prüfe deine robots.txt und die Einstellungen deines Servers oder CDN. Viele Websites sperren mit einer pauschalen Regel „alle KI-Bots“ aus, die Suche eingeschlossen. Google wiederum sagt, dass für seine KI-Funktionen weder eine besondere Datei noch ein besonderes Markup nötig ist: Die Seiten werden genauso gecrawlt und indexiert wie für die normale Suche.
2. Prüf, ob du für Suchmaschinen existierst
Bevor du eine einzige neue Zeile schreibst, prüfe drei Dinge:
- Indexierung. Deine wichtigsten Seiten erscheinen bei Google, wenn du nach site:deinedomain.de suchst. Wenn nicht, hast du ein technisches Problem, bevor du überhaupt ein GEO-Problem hast.
- Crawling. Die Search Console meldet für die wichtigen Seiten keine Indexierungsprobleme, und der wesentliche Inhalt erscheint auch ohne JavaScript.
- Ein klarer Satz. Die Startseite sagt in sichtbarem Text, was du machst, für wen und wo. „Ganzheitliche Lösungen für Ihren Geschäftserfolg“ sagt nichts. „Online-Steuerberatung für Selbstständige in München, Umsatzsteuer und Einkommensteuererklärung inklusive“ sagt es.
3. Veröffentliche die Seiten, die beantworten, was gefragt wird
Wenn wir uns ansehen, welche Seiten in KI-Antworten zitiert werden, in denen andere Marken auftauchen, wiederholen sich dieselben Typen: Vergleiche, Preisseiten, häufige Fragen, Ratgeber zur Auswahl, Verzeichnisse und Bewertungen. Selten eine Startseite.
Fang mit diesen vier an:
- Preise. „Was kostet das?“ ist die Frage, bei der Unternehmen am meisten verlieren. Lautet deine Antwort „Angebot anfordern“, zitiert die KI höchstwahrscheinlich jemanden, der einen Preis nennt. Veröffentliche Preisspannen, was jede enthält und was nicht.
- Häufige Fragen vor dem Kauf. Nicht die zur Abwicklung („Wie ändere ich mein Passwort?“), sondern die, die jemand vor der Entscheidung stellt: Unterschiede, Voraussetzungen, Fristen, Garantien, für wen es nicht passt.
- Ein ehrlicher Vergleich. Dein Produkt neben den Alternativen, mit denen die Leute es ohnehin vergleichen. Mit überprüfbaren Fakten, ohne Adjektive. Ist dein Wettbewerber in etwas besser, sag es: Davon hängt die Glaubwürdigkeit der Seite ab.
- Eine vollständige Leistungs- oder Produktseite. Was es ist, für wen, wie es funktioniert, wie lange es dauert, was der Kunde mitbringen muss und was nicht enthalten ist.
Jede Seite sollte in den ersten Zeilen antworten. Unsere Lesart: Steht die Antwort erst im siebten Absatz, sinkt die Chance, dass sie zitiert wird.
4. Sei überall dasselbe Unternehmen
Modelle setzen das Bild deiner Entität aus vielen Quellen zusammen. Steht auf deiner Website „Zahnarztpraxis am Markt“, im Google-Unternehmensprofil „Zahnärzte am Markt“ und in einem Verzeichnis „Praxis am Markt Graz“, hast du deine Marke gerade in drei geteilt. Dasselbe gilt für Adressen, Telefonnummern, Leistungen und Beschreibungen.
Gleiche alles ab: exakter Name, Beschreibung in einem Satz, Adresse, Kategorie und Leistungen identisch auf der Website, im Google-Unternehmensprofil, bei LinkedIn, in Branchenverzeichnissen und offiziellen Profilen. Ergänze auf der Website das Organisations-Markup mit wahren Angaben (Name, URL, Logo, Adresse) und, wenn auf der Website Personen zu sehen sind, das Person-Markup. Erfinde keine Bewertungen, Auszeichnungen oder Kennungen.
5. Komm in den Quellen vor, die die KI schon zitiert
Miss zuerst (die Zwanzig-Minuten-Methode reicht dafür) und notiere, welche Domains in den Antworten zu deiner Kategorie immer wieder auftauchen. Das können Vergleichsportale, Fachmedien, Communitys oder Verzeichnisse sein. Dort hast du drei legitime Möglichkeiten:
- Verzeichnisse und Vergleichsportale: Prüfe, ob dein Eintrag existiert und ob er korrekt und vollständig ist. Bitte um eine Korrektur, wenn etwas nicht stimmt.
- Fachmedien und Newsletter der Branche: Biete Daten, einen Leitfaden oder echte Erfahrung an, keinen Link. Gibt es eine bezahlte Zusammenarbeit, wird sie als solche gekennzeichnet.
- Communitys: Beteilige dich mit sichtbarem Namen und Unternehmen und beantworte echte Fragen. Nie mit falschen Profilen.
Was nicht funktioniert und dich zusätzlich angreifbar macht: gekaufte Bewertungen, abgesprochene Votes, bezahlte Links ohne Kennzeichnung und Konten, die sich als Kunden ausgeben. Neben dem rechtlichen Risiko kann eine Plattform es erkennen, und eine KI kann es am Ende wiederholen.
6. Kümmere dich darum, was andere Websites über dich sagen
Beschreibt dich die KI falsch, übernimmt sie oft eine Quelle. Finde sie: ein alter Eintrag, ein veralteter Artikel, eine mehrdeutige Seite von dir. Korrigiere zuerst, was du steuerst; bitte danach Dritte um eine Korrektur und verlinke die richtige Quelle. Das dauert, und es funktioniert besser, als mit dem Modell zu diskutieren.
7. Vorher messen, ändern, nachher messen
Nichts davon hilft, wenn du die Wirkung nicht sehen kannst. Speichere zwölf Kauffragen, zwei Plattformen und die vollständigen Antworten mit Datum. Setz die Änderungen um. Stell dieselben Fragen nach zwei oder drei Wochen noch einmal. Vergleiche Antwort mit Antwort, nicht Eindruck mit Eindruck.
Und akzeptiere, was die Messung nicht beweist: Ein Unterschied zwischen vorher und nachher fällt zeitlich mit deinen Änderungen zusammen, belegt sie aber nicht als Ursache. Mit drei oder vier Runden kannst du allmählich einen Trend von bloßem Rauschen unterscheiden.
Was du nicht brauchst
- Eine llms.txt-Datei. Google sagt, dass für seine KI-Funktionen keine besondere Datei nötig ist. Du kannst experimentieren, eine Voraussetzung ist sie nicht.
- Die Website „für die KI“ umschreiben. Schreib für die Person, die fragt. Es ist derselbe Text.
- Das Keyword hundertmal einbauen. Modelle mit Suche rufen nach Relevanz und Klarheit ab, nicht nach Keyword-Dichte.
- Schema-Tricks. Strukturierte Daten beschreiben, was schon sichtbar ist. Sie machen aus einer leeren Seite keine Quelle.
Die Liste mit 20 Prüfpunkten
Zugang
- Die robots.txt erlaubt OAI-SearchBot und die Such-Crawler, die du zulassen willst.
- Keine Regel im CDN oder in der Firewall blockiert diese Crawler.
- Die wichtigen Seiten antworten mit Statuscode 200 und brauchen für den Hauptinhalt kein JavaScript.
- Eine aktuelle Sitemap ist in der Search Console und in den Bing Webmaster Tools eingereicht.
Klarheit
- Die Startseite sagt auf dem ersten Bildschirm, was du machst, für wen und wo.
- Jede Leistung und jedes Produkt hat eine eigene Seite mit einem Titel, der sie benennt.
- Es gibt eine Preisseite mit echten Preisspannen.
- Es gibt eine FAQ mit Kauffragen, nicht nur mit Supportfragen.
- Es gibt mindestens einen ehrlichen Vergleich mit Alternativen.
- Jede Seite antwortet in den ersten Zeilen.
Entität
- Name, Beschreibung, Adresse und Kategorie sind auf der Website, im Google-Unternehmensprofil, bei LinkedIn und in Verzeichnissen identisch.
- Organisations-Markup mit wahren Angaben.
- Eine Seite „Über uns“ mit echten Personen, Namen und Funktionen.
- Sichtbare Autorschaft und ein Datum bei Artikeln.
Quellen
- Du weißt, welche Domains die KI in deiner Kategorie zitiert (du hast es gemessen).
- Dein Eintrag existiert und stimmt in den relevanten Verzeichnissen und Vergleichsportalen.
- Du hast in den letzten drei Monaten einem Fachmedium oder einem Branchen-Newsletter etwas Nützliches angeboten.
- Du beteiligst dich mit echter Identität in Communitys.
Messung
- Du hast zwölf Fragen ohne Markennamen mit Datum und vollständigen Antworten gespeichert.
- Du hast einen Termin festgelegt, an dem du sie wiederholst.